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„Ich habe ſchon verzweifelt, ihn je wieder für das Leben zu gewinnen.“
„Ah, nicht wahr? Sehen Sie, Madame, Herr Rou⸗ cher hat dieſelbe Anſicht. Nicht wahr, eine Geliebte für Andrs, eins Arbeit, die ihn begeiſtert, des braucht der arme Apoll?“
1„In der That, Madame,“ wendete ſich der Dichter zur Herzogin,„bei der Verehrung, die Herr von Chenier Ihnen zollt, koͤnnen Sie Ihre Macht dazu anwenden, ihn ſeinem verderblichen Zuſtand zu entreißen?“
„Und wie, mein Herr?“ fragte Leontine, indem ſie wieder leicht erröthete.„Kann ich ihm, wie Herr von St. Aignan zu wünſchen ſcheint, befehlen, zu lieben, um ſeinen Schmerz um die Liebe zu vergeſſen? Kann ich, die gar kein Recht über ihn hat, ihn in die Bahn eines politiſchen Lebens zurückſtoßen, die heut faſt ſicher in den Abgrund führt?“
„Noch iſt nicht Alles verloren, Madame; entweder ſiegt die Vernunft binnen wenigen Tagen und dazu muß jeder Patriot beitragen, oder..“
„Oder?“ fragte Leontine.
„Oder die Gutllotine regiert.“
„Ja, mein Lieber,“ antwortete der Herzog,„die Al⸗ ternative iſt nicht neu. Schlimm, daß ſie ſich um das Leben oder den Tod des Königs dreht.“
„Der arme König!“ ſeußzte die Herzogin.„Die arme Königin— o welche engliſche Geduld gehört dazu, die
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