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Er hatte ſich erhoben und bei dieſen Worten die Hand ſeiner Gemahlin an ſeine Lippen gezogen.
Leontine ließ ſie ihm, indem ſie lächelnd ſagte:„Ihr Republicanismus iſt heroiſch, faſt verletzend. Dank Ihrer ewigen Anmuth, er wird wohl nicht in Verſuchung geführt werden.“
„Das wäre ſchade, Madame,“ entgegneteder Herzog in ſeiner leichten liebenswürdigen Weiſe.„Wiſſen Sie, daß die Liebe meinen Freund Chenier heilen muß? Ja, in allem Ernſt, der Fall iſt wichtig, und ich liebe Apoll ſo ſehr, daß ich mir in den Kopf geſetzt habe, ihn aus ſeiner düſteren Lethargie zu reißen. Er muß etwas thun, was ihn anderen Gedanken zuführt.“
„Und was, Horace?“ fragte Leontine.
„Wenn er in die Armee träte; wir ſind jetzt im Kriege, im Siege und auf der Bahn des Ruhmesz freilich die republikaniſche Trikolore ernüchtert einen braven Fran⸗ zoſen. Ah, wenn die weiße Fahne der Bourbonen wehen könnte, aber es ſcheint, als wenn der Himmel ihr den Un⸗ tergang geſchworen! Ja, Madame, eine heroiſche That und eine Geliebte, und Apoll Chenier iſt gerettet.“
Die Herzogin zog es vor, dem Geſpräch eine an⸗ dere Wendung zu geben. Sie nahm das Bild wieder vor und ſprach:
„Sie haben vergeſſen, mir die Anfertigung dieſes Portraits zu erzählen.“


