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dahin unter dem blutigen republikaniſchen Himmel. Soll eine ariſtokratiſche Razzia geſchehen, ſo weiß der Gemeinde⸗ rath, wo er ſie zu machen hat.
Eine von jenen im Wald von Verſailles an den Pro⸗ menaden zerſtreuten Villen zeichnet ſich durch die Roman⸗ tik ihrer Lage beſonders aus. Von dem breiten Fahrweg zieht ſich ein großer, von Bäumen dicht bepflanzter Gar⸗ ten einen ſanft aufſteigenden Hügel hinauf. Jetzt, wo das Laub dürr und gelb am Boden liegt, die Blumenbeete mit Stroh belegt, alle Sträucher und Zweige kahl ſind, ſieht man bequem das zierliche Haus, welches den Hügel krönt; im Sommer kann unmöglich ein Blick durch das Grün bis dorthin dringen. An einer Seite des Gartens hinauf führt der Fahrweg bis vor die kleine Säulenhalle, welche den Eingang bildet; auf der andern ſchlängelt ſich der Promenadenweg bis zu demſelben Punkt. Das Haus ſelbſt mahnt an griechiſchen Styl; es beſteht nur aus einem Geſchoß von ziemlicher Länge, in der Mitte durch einen Säulenvorſprung verziert. Auf der hinteren Seite ſtrek⸗ ken ſich noch zwei Flügel hinauf, bis zu dem Rand des Hügels, der dann ſteil herab nach dem ſchlammigen Ge⸗ wäſſer eines ſich vielfach durch den Park windenden Ne⸗ benflüßchens der Seine fällt. Jenſeits dieſes ziemlich breiten Gewäſſers dehnt ſich der Wald in natürlicher Wild⸗ heit aus.
Dies war das Beſitzthum des Herzogs von St.


