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„'s war nur Jammer ſeitdem! O die liebe Herrin, daß ſie ſterben mußte, vor mir altem Weib ihr junges Leben verliert! Ach Herr, ach Herr— welch' ein ſchreckliches Wiederſehen!“
„Ja, welch' ein ſchreckliches Wiederſehen!“ wieder⸗ holte Maury dumpf. Er beugte ſich über die theuere Leiche und drückte einen langen, langen Kuß auf die kalte Stirn. Dann ſchwankte er aus dem Zimmer, als reiche ſeine Kraft nicht mehr aus, in dem Zimmer zu verweilen, wo ſeiner Tochter letzter Hauch noch ſchwebte. Urſula folgte ihm und Andro blieb allein.
Er kniete noch immer an dem Bett, ſeine Augen auf das ſchöne Antlitz der Todten gerichtet— ſein Schmerz fand keine Erleichterung in Thraͤnen. Er war ſchon lange Zeit allein und noch kein Laut, keine Klage hatte ſich die⸗ ſem Herzen entrungen. Betäubt vom Schmerz, lag Ge⸗ fühl und Denken in ſtarrem Bann— nur das Bewußt⸗ ſein ſtieg immer auf in ſein Hirn und ſank zurück in ſein Herz, das Vewußtſein: Valerie iſt todt! Mehr und mehr belebte ſich dann ſein Blick, die Sinne begannen ihre ge⸗ heimen Funktionen, das ſtillgeſtandene Räderwerk ſeines geiſtigen Lebens ſetzte ſich wieder in Bewegung. Es ſchien ihm, als bewege ſich Valerie noch; er ergriff ihre Hand, weil er wähnte, ſie habe ſich gerührt— ſie war eiskalt; er beugte ſich über ſie, weil ſeine Phantaſie ihm vorge⸗ ſpiegelt, der Buſen Valeriens habe ſich noch einmal ge⸗


