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ſpielte das glückliche Lächeln um ſeine Lippen und ſeine großen dunkeln Augen verfolgten fragend die Wandelung in dem Ausdruck von Valeriens Antlitz. Was ſollte auch dieſes zufriedene Weib, glücklich durch ſeine Liebe, plötz⸗ lich Ernſtes und Wichtiges ſagen können?
Die Marquiſe ſchien ihren Geliebten zu verſtehen und ſie begann deshalb in zuverſichtlichem Tone:„Du, wunderſt Dich, Andre, über meine Worte! Ich glaub's, denn was ſollte mir ſeit den drei Tagen, wo ich Dich nicht geſehen, durch den Kopf gegangen ſein, mir, die nichts weiter will, als Dich ſehen, Dich lieben, Dein ſein, auf ewig Dein, wenn die Umſtände es erlauben. Und doch, mein Freund— ich weiß ſelbſt nicht, aber Angſt, unerklärliche Furcht hat mich ſeit zwei Tagen gefoltert. Ich haſſe Paris, ich ſehne mich fort von hier, fort aus Frankreich, wo Le⸗ ben und Sicherheit täglich mehr bedroht ſind. O mir ahnt Schlimmes, André!“
Dieſe in der That ſehr ernſte, faſt düſtere Einleitung machten den Dichter betroffen. Eine Ahnung deſſen, was er vernehmen würde, erfüllte ihn plötzlich; aber er ſchwieg als getraute er ſich nicht, ihr Ausdruck zu leihen. Als in⸗ deſſen auch Valerie ſchwieg, wie um durch eine Frage André's Gelegenheit zu finden, ihr Herz auszuſchütten, ſagte er anſcheinend leicht:„Du haſt Frucht, armes Kind? Ich kann es begreifen, ſchutzlos wie Du biſt, ſchutzlos wie heute in Paris eine Ariſtokratie iſt.“


