Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Menge dort umherliegender kleiner Papierſtücke, beſchrie⸗ benen und unbeſchriebenen, umher, bis er endlich das Er⸗ wünſchte fand. Es ſtanden Verſe darauf, vielfach corrigir und durchſtrichen; André las ſie.

Sie und immer ſie! murmelte er endlich.Ihret⸗ willen habe ich der keuſchen Braut der griechiſchen Poeſie entſagt Alles, was ich fühle, was ich dichte, was die⸗ ſer Feuerkopf ausbrodelt, Alles nur für ſie, Valerie! Und ſich dann mit der Hand über die Stirn ſtreifend, als wolle er heranſchwebende düſtere Gedanken abwehren, ſagte er laut und haſtig:Drei Tage habe ich ſie nicht geſehen heut muß ich zu Valerie!

Zweites Kapitel. Valerie.

Kommen wir André von Chenier zuvor.

Die Marquiſe Valerie Dupleſſis iſt eine junge, kaum zwanzigjährige Witwe von überraſchender Schön⸗ heit, weniger durch die Reinheit und Pracht ihrer Formen, als durch die Eigenthümlichkeit ihres Typus. Es iſt eine jener zarten, ſchlanken Frauengeſtalten, deren ganzes Weſen wie von ätheriſchem Hauch durchduftet iſt, an de⸗ nen alles graciös, alles wie durchgeiſtigt erſcheint.