Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Märchen vorſagen und griechiſche Lieder vorſingen von unſerer Mutter, deren Liebe zu ihrem Vaterland wir er⸗ erbten. Wir ſtudirten zuſammen auf dem College von Navarra, wurden Soldaten faſt gleichzeitig, Du in Straß⸗ burg, ich in Niort. Wieder faſt zu einer Zeit quittirten wir den Dienſt, um nach Paris zu gehen und ganz der Poeſie zu leben. Du machteſt Idyllen und überſetzteſt griechiſche Gedichte, ich ſchrieb Tragödien. Meine Werke machten mich berühmt, Deine leben nur in den Herzen Deiner Geliebten, in etlichen ariſtokratiſchen Salons, wo derApoll von Byzanz Liebling iſt.

André ſtand bei dieſen Worten ſtill, kreuzte die Arme über die Bruſt und indem er ſein brennendes Auge ſtarr auf ſeinen Bruder richtete, ſagte er:

Wo willſt Du hinaus?

Parbleu! rief Joſeph und ſchlug mit ſeiner Gerte an den Stiefel,Du beleidigſt mich als Poet, weil Deine Eitelkeit verletzt iſt. Es iſt das erſtemal, daß ich Dich neidiſch ſehe.

André zuckte mit den Achſeln und nahm ſeine Pro⸗ menade wieder auf, ohne etwas zu erwidern.

Noch eins, fuhr der DichterKarls IX. fort, Du haſt mich auch als politiſchen Charakter gekränkt. Weshalb? Weil ich zum Jacobinerelubb gehöre? Weil ich Republikaner bin? Schwerlich, André. Ich glaube den Grund davon beſſer zu kennen.

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