mit Euch gehen wollte, als guter Patriot nicht weiter konnte. Ich habe der Sache der Freiheit gedient, aber wo⸗ hin Ihr wollt— niemals! Ihr arbeitet auf die Republik!“ „Und wenn? Biſt Du doch ſonſt ſo ganz griechiſch, griechiſch im Dichten, in der Liebe und im Leben, Du, den man in den Salons noch immer als den„Apoll von By⸗ zanz“ feiert— und Du fürchteſt Dich vor einer Republik, vor dem Untergange eines Königthums, welches Schmach eer ulrkic gehäuft, vom Mark des Volkes gepraßt at?. André ſchwieg und ging wieder erregt im Salon auf und nieder. 8 „Dich hat Dein Glück verblendet,“ ſagte er endlich, indem er ſich dicht vor ſeinen Bruder hinſtellte. Du biſt Dichter, wie ich, Du warſt Soldat, wie ich; Du haſt eine Mutter mit mir und ſie war Griechin, Du haſt einen Va⸗ ter mit mir und er hat ſein Leben als Conſul im Dienſte Frankreichs zugebracht; Du biſt endlich wie ich und unſere beiden anderen Brüder, am Golf des Bosporus, in der Hauptſtadt des alten Byzanz geboren und doch Franzoſe wie ich durch Geburt und durch Liebe zum Vaterland. Aber welche Kluft zwiſchen uns! Welche Scheidewand zwiſchen uns allen und Dir!“ Das Antlitz Joſephs flammte bei dieſen Worten hochroth vor Zorn. Aber ſein Bruder fuhr fort, ohne ſich davon einſchüchtern zu laſſen.
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