Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

in ihren Tempel zu führen. Ja, Joſeph, Du weißt es, daß ich ſie beſungen und für ſie geſprochen habe. Auch mir ſind die Despoten verhaßt, ſeien es Könige, ſeien es Prie⸗ ſter, ſeien es Ariſtokraten. Geſetz und Freiheit, das muß ſein. Nur will ich anſtatt legitimer Despoten keine ple⸗ bejiſchen, anſtatt der Freiheit keine Anarchie. Ihr Jaco⸗ biner erſtickt die Geſetze und die Freiheit mit Eurem Wahn⸗ ſinn, Ihr werdet zuletzt das Blut auf den Thron ſetzen, um nur den König los zu ſein.

Deine Ueberſpannung, Deine Phantaſie macht Dich krankhaft, André.

Wohlfeile Abwehr!

Es iſt wahr, nahm Joſeph haſtig wieder das Wort,es gibt eine Partei, welche mir zuwider iſt, eine freche Rotte, welche ſich über die Geſetze zu ſtellen ſucht und unſer großes Werk zu beſchmutzen hofft. Doch ſage nicht, daß ſie und die wahren Freunde der Freiheit die⸗ ſelben ſind. Droht Gefahr, ſo wird die Stimme der Beſſeren ſich geltend machen und leicht den Wahnſinn der Anarchie entwaffnen.

O Du Thor! entgegnete André.Haſt Du's noch nicht geſehen, wie Ihr längſt überwältigt ſeid und nur noch im Schlepptau dieſer frechen Rotte geht?

Ah bah! Weil Du wohl ſo klug warſt, Dich aus dem Lager zurückzuziehen.

Ich zog mich zurück, Joſeph, weil ich nicht weiter