Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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203 merte die Knie des Mannes.—„Haben wir Hoffnung?“ frug ſie aͤngſtlich, und ſah zu ihm hinauf. „Betteln zu gehen!“ antwortete er kurz. Corallo forſchte nach der Urſache ihres Ungluͤcks; anfangs zwar zuruͤckhaltend, befriedig⸗ te der Mann, nachdem die Tochter ſich weinend wieder entfernt hatte, doch endlich mit folgender Erzahlung ſeine Neugierde. Vor ungefaͤhr einem halben Jahre, fuͤhrte der Zufall den Abt jenes Kloſters zu uns, und ſeitdem kam er taͤglich. Wir hielten es fuͤr eine große Ehre, doch zuletzt ſahen wir das Ungluͤck kommen. Er verlangte von meiner Giovanna Dinge, vor der ein tu⸗ gendhaftes Maͤdchen bebend zuruͤckſchaudert. Er wurde in ſeinen Foderungen heftiger; meine Toch⸗ ter wußte ſich nicht zu helfen,— ſie rief mich zu Huͤlfe. Ich war dreiſt genug, den Abt in aller De⸗ muth zu bitten, von ſeinem Vorhaben abzuſtehen. Jetzt wurde er wuͤthend, und eiferte, daß ich dummer Laie glauben koͤnnte, er koͤnne Unrecht thun. Was er thaͤte, waͤre immer Recht, und ich daͤchte nicht vaͤterlich gegen meine Tochter, ſonſt wuͤrde ich ſie zu bereden ſuchen, in ſeine Joderun⸗