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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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Handelsſtation in dieſem Meere zu betrachten und auch Aus⸗ wanderer hierher zu befördern. Zehn Tauſend Menſchen können ſich hier noch recht gut anſiedeln. Gedenket nur ein⸗ mal ernſtlich des Vortheils, der Euch würde, wenn das Va⸗ terland Euch als ſeine Schutzbefohlenen anerkennete und Ihr mit demſelben durch Handelsbeziehungen fortgeſetzt in Ver⸗ bindung ſtändet!

Allen leuchtete die Sache ein. Der Capitain ward ge⸗ beten, eine Denkſchrift, wie er ſie vorſchlug, aufzuſetzen. Es geſchah und der Vorſtand unterzeichnete ſie augenblicklich. Wie der herrliche Mann doch bis zur letzten Zeit ſeines Hier⸗ ſeins für uns thätig iſt!

Die Feier des Jahresfeſtes hat ſtattgefunden. Alexis hielt eine ergreifende Rede. Vor einem Jahre, ſagte er u. A., erlöſte Gott unſere Leiber aus den Waſſerfluthen. Darnach that er noch Herrlicheres an uns: er errettete uns aus dem ſchäumenden Meere des Irrthums.

Am Nachmittage begaben wir uns in feierlichem Zuge auf den nahe gelegenen Berg und pflanzten eine Fahne mit den vaterländiſchen Farben auf.

Morgen will uns der Capitain verlaſſen. Der Abſchied wird ergreifend werden. Es ſind ihm von einzelnen Mit⸗ gliedern unſerer Gemeinde Belohnungen angeboten worden; er hat nichts angenommen. Möge Gott den herrlichen Mann unter ſeinen Schutz nehmen, daß er die Heimath glücklich erreicht!