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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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wenden mußten. Mir iſt, wie Ihr wohl glauben werdet, das Seerecht bekannt, und ich weiß es genau, wie weit in dieſer Beziehung meine Rechte gingen. Daß es nicht ver⸗ langt, dem Eigenthümer des Schiffes z. B. den Proviant auf Jahr und Tag hin aufzuheben, wird keinem zweifelhaft ſein. Anders aber verhält es ſich mit den Gegenſtänden, die ich auf dieſer Liſte verzeichnet habe. Einzelne derſelben, z. B. Eiſenſtangen, ein Theil des Pulvers ꝛc. ſind von uns verwandt worden, andere befinden ſich noch in Eurem Ge⸗ brauch. Ich denke, Ihr erkennt dieſelben als Eigenthum meines Rheders an und erklärt Euch bereit, ihm eine mäßige Abfindungsſumme dafür zu zahlen.

Von allen Seiten ward dem Capitain beigeſtimmt.

Derſelbe fuhr fort: So will ich Euch vorleſen, was Ihr unterzeichnen ſollt. Er las nun eine Erklärung, in welcher der Schiffbruch kurz geſchildert und darnach Alles aufgezählt worden war, was die Gemeinde von dem Capitain erhalten hatte. Schließlich war hinzugefügt, daß die Gemeinde be⸗ reit ſei, dem Rheder dafür aufzukommen. Dieſe Schrift wurde von dem Vorſtande unterzeichnet.

Als dies geſchehen war, ſagte der Capitain: Meine Brüder, wenn in Euren Herzen wieder einige Anhänglichkeit gegen Euer Vaterland erwacht iſt, ſo möchte ich Euch den Rath geben, Euch demſelben anzuſchließen. Ihr ſeht mich fragend an, fuhr er fort. So höret, wie ich es meine. Ihr erklärt dieſe Inſel feierlich als zu Eurem Vaterlande gehörig und bittet die heimiſche Regierung in einer Denkſchrift, Euch als Schutzbefohlene anzuerkennen. Ihr legt ferner der Re⸗ gierung Eures Vaterlandes den Plan vor, die Inſel als