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Alle dieſe Zeichnungen ſind mit großer Regelmäßigkeit ver⸗ theilt. Die auf dem einen Backen, Arm, Bein entſprechen genau denen des andern, und dieſes wunderliche Gemenge, ſo ſeltſam es iſt, bildet doch ein gefälliges Ganze. Auf eini⸗ gen Inſeln übernehmen die Mütter das Geſchäft, ihre Kin⸗ der zu tättowiren. Die Tättowirung im zarten Alter ſoll dazu dienen, die Herkunft des Individuums zu bezeichnen. An dieſen Zeichen, die uns ſo ſeltſam erſcheinen, erkennt man, zu welchem Stamme, zu welcher Familie es gehört; ſpäter dienen andere Zeichnungen dazu, eine glorreiche That⸗ ſache oder jedes andere Ereigniß anzudeuten. Die gewöhn⸗ lichſten Zeichen ſind Zickzackſtreifen auf Armen und Beinen. Die Weiber haben alle ein Damenbrett um das rechte Bein, und ſehr oft iſt das Innere einer Hand mit Sternen, Ringen, Halbmonden und anderen Figuren beſetzt, mehrere haben ſogar eine tättowirte Zunge.
Einer von uns äußerte gegen den Capitain ſeine Ver⸗ wunderung über dieſen eigenthümlichen Gebrauch. Es iſt viel darüber geſtritten worden, entgegnete der Capitain, wo⸗ her es komme, daß dieſer Gebrauch faſt allen wilden Völkern gemein iſt. Die Antwort ſcheint mir ſehr leicht zu ſein. Alle Menſchen haben den Trieb, ſich zu ſchmücken. Diejenigen nun, denen es um der Beſchaffenheit des Klima's willen und aus Mangel an Stoffen unmöglich iſt, ſich wie wir, in eine Menge von mehr oder minder beengenden, oder würde⸗ und geſchmackvollen Kleidern einzuhüllen, bedecken ihre Haut mit ſolchen Bildern und Gemälden, die ihnen ſtatt der Kleider dienen.


