22. Eine Fahrt zu den Wilden.
Der Engländer, Brown mit Namen, iſt angekommen. Er brachte auf fünf großen Kähnen, deren jeder mit 8 Wil⸗ den beſetzt war, eine bedeutende Menge des wollartigen Stof⸗ fes, der aus der Rinde des Papiermaulbeerbaumes geflochten iſt. Wir haben die Kähne reichlich mit Töpferwaaren bela⸗ den, und die Wilden fuhren froh von dannen. Brown iſt bei uns geblieben.
Der Capitain hielt es für nothwendig, das Vertrauen, das ihm der Häuptling erwieſen hatte, zu erwiedern. Brown ſtimmte ihm bei, und es ward einer der nächſten Tage zur Ueberfahrt feſtgeſetzt. Es war Manchem nicht wohl zu Muthe bei dem Gedanken, daß der Capitain ſich unter die Wilden wagen wollte, ich aber— dies muß ich mir ſelbſt zum Ruhme nachſagen— hegte auch nicht die geringſte Beſorgniß, und bat deshalb den Capitain, mich an der Fahrt theilnehmen zu laſſen. Er war damit einverſtanden. Mit gutem Winde ſegelten wir nun eines Morgens ab und ſahen ſchon nach zwei Stunden die Inſel auftauchen, die uns Brown als das Ziel unſerer kleinen Seereiſe bezeichnete. Sowohl der Capi⸗ tain, als auch ein jeder von uns Zwölfen, die wir ihn be⸗ gleiteten, war wohl bewaffnet; wir wollten eben für alle Fälle gerüſtet ſein. Als wir uns der Inſel auf etwa eine Seemeile genähert hatten, kamen uns die Eingeborenen in großer Zahl auf ihren Piroguen, wie nach der Mittheilung


