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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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Als die Wilden vom Ufer ſtießen, kamen unſere Frauen und Kinder aus der befeſtigten Höhle hervor und ſchaueten frohen Herzens den Abgehenden nach.

Ich füge hier noch Einiges über die Bekleidung und den Schmuck der Wilden bei.

Der kurze Rock der Wilden ward von einem 3 bis 4 Zoll breiten Gürtel gehalten. Der Gürtel des Häuptlings war recht ſchön gearbeitet und hatte Zierathen von kleinen farbigen Muſchelſchaalen. Sowohl der Häuptling wie die übrigen Wilden waren tättowirt. Der Capitain, der Be⸗ wohner anderer Inſeln des Südmeeres kennen gelernt hat, theilte uns über das Tättowiren Einiges mit, wobei er ſich zugleich auf das berühmte Reiſewerk von Domeny de Rienzi berief. Dieſe Kunſt, wenn man ſo ſagen darf, wird von den Wilden geübt, die daraus ein beſonderes Geſchäft machen. Sie verrichten es ſehr geſchickt, indem ſie ſich dabei eines kleinen Stücks Schildkrötenſchaale bedienen, das fünf gerade und ſcharfe Spitzen hat. Nachdem der Tättowirer die Spitzen mit einer ſchwarzen Farbe, die nichts anderes als mit Waſſer angerührter Kohlenſtaub iſt, überzogen hat, ſetzt er das Werkzeug auf die Haut und ſchlägt mit einem Stabe einige Male ſchwach darauf, bis die Spitzen in das Fleiſch eingedrungen ſind. Die Operation verurſacht ein leichtes Brennen und eine Geſchwulſt mit wenig Schmerzen. Auf dieſe Art bemalen ſich die Wilden des Südmeeres mit un⸗ verwüſtlichen Figuren, wovon die einen vollkommene Zirkel, andere Theile eines Zirkels, andere Spirallinien, viereckige oder ovale, ſchachbrettartige Figuren, andre endlich Linien ſind, welche ſich auf verſchiedene Weiſe ſchlingen und kreuzen.