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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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linge bisher von den Wundern der Civiliſation erzählt hatte, war von demſelben bezweifelt worden. Jetzt konnte ſich der Häuptling durch den Augenſchein von der Wahrheit jener Mittheilungen überzeugen. Durch den Engländer, der den Dolmetſcher machte, wurde die Frage angeregt, ob es nicht förderlich für beide Theile ſei, einen Tauſchhandel einzurich⸗ ten. Dieſe Erinnerung benutzte der Capitain ſogleich, einige Erzeugniſſe zu nennen, die uns willkommen ſein würden, namentlich nannte er das eigenthümliche Gewebe, aus dem die Wilden ihre Segeltücher anfertigen. Der Häuptling dagegen wünſchte vorzüglich Töpferwaaren, auch fragte er an, ob ihm nicht die Verfertiger des großen Wundervogels mit den vier Flügeln geſandt werden könnten, um auch für ihn einige Mühlen zu erbauen. Als es an's Abſchiedneh⸗ men ging, ließ der Capitain für den Häuptling einige Ge⸗ ſchenke herbeiholen: geſchliffene Gläſer, rothe und weiße, einige vergoldete und bemalte Taſſen und einen Handſpiegel. Die Freude des Häuptlings war außerordentlich groß. Er ſchlug die Hände zuſammen, ſprang bald vor⸗, bald rück⸗ wärts, und umarmte den Capitain ein um das andere Mal. Faſt mit Thränen nahm der Engländer Abſchied von uns. Ginge ich jetzt nicht mit, ſagte er, ſo würden die Wilden miß⸗ trauiſch werden. Aber nach wenigen Tagen ſchon komme ich wie⸗ der, nicht allein um den verabredeten Tauſchhandel einzuleiten, ſondern um dann meinen Wohnſitz hier zu nehmen. Der Capitain drückte ihm die Hand und bat, ihm zu verzeihen, daß er anfangs ſo wenig Vertrauen gegen ihn gehegt habe. Der Engländer entgegnete: Laſſen Sie das gut ſein, Vorſicht war Ihre Pflicht; ich hätte an Ihrer Stelle ebenſo gehandelt.