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Ich rannte nun den Hügel hinab. Jetzt brach mir der Schweiß aus allen Gliedern, weniger vom Laufen, als von der inneren Aufregung. War ich doch feſt überzeugt, daß ich dem Tode— und vielleicht einem ſchrecklichen— entgegen⸗ gehe. Aber es gab ja für mich keine Wahl. Adolph war in die Gewalt jener Männer gefallen, und ich mußte Alles daran ſetzen, ihn zu befreien. Wie hätte ich ſonſt vor dem Richterſtuhle meines Gewiſſens, vor den Eltern Adolph's, vor dem Capitain und der Gemeinde beſtehen können? Groß war indeß meine Angſt, und ich ſeufzte zu Gott empor. Da hörte ich plötzlich hinter mir rufen, und als ich mich um⸗ wandte, erblickte ich Adolph's Schweſter, die mir in athem⸗ loſer Haſt nachgelaufen kam. Ich blieb erſtaunt ſtehen und fragte ſie, als ſie mir nahe war, weshalb ſie nicht mit den Uebrigen zurückgekehrt ſei. Sie hatte aber keine andre Ant⸗ wort als Thränen und Ausruf des Schmerzes um ihren Bruder. Ich muß geſtehen, dieſer Vorfall übte einen mäch⸗ tigen Einfluß auf mich aus. Die Liebe der Schweſter rührte und kräftigte mich. Es blieb nun nichts übrig, als das Mädchen bei mir zu behalten. Wir umgingen, ſo ſchnell wir es vermochten, die Bucht und beſtiegen die nächſte Berg⸗ ſpitze. Dort angekommen, erblickte ich an dem Meeres⸗ ſtrande einen kleinen Nachen. Schnell ſchlüpfte ich hinter einen Baum und hieß auch das Mädchen(Gertrud iſt ihr Name) hinter einen Baum treten. Wir ſpäheten umſonſt umher, nirgends war eine Spur von den Wilden zu ſehen. Plötzlich ſagte Gertrud: Sehen Sie, dort im Kahn, dort liegt Adolph! Ach, mein Bruder, mein Bruder!— In der That, es war ſo; ich bemerkte es jetzt auch, daß Adolph


