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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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hatte er es am Morgen nach meiner Erkrankung ſein erſtes Geſchäft ſein laſſen, einen Arzt aus Rio auf das Schiff zu holen. Der Arzt fand meinen Zuſtand gefährlich und kam an manchen Tagen zweimal. Alexis ward mein Krankenwärter. Welche Freude ſchimmerte auf ſeinem Angeſichte, als er mir von meiner Krankheit erzählte und die Verſicherung hinzufügte: es ſei nun alle Gefahr vorüber! Der Arzt habe ihm die nöthige Anweiſung gegeben, und es komme nun allein noch darauf an, daß ich mich in Bezug auf Däät ſeinen Anord⸗ nungen füge.

Welch ein edler Menſch iſt dieſer Alexis! Heut hat er mich zum erſten Male auf das Deck geführt. Wie wohl that mir die friſche Luft! Wie labte ich mich an dem Anblick des Himmels und des Meeres! Thränen des Dankes und der Freude traten mir ins Auge. Nun ſprach Alexis ſo Man⸗ cherlei, das mich erfreute und erhob. Wie er doch in Bezug auf Wiſſen überall zu Hauſe iſt! Was ihn wohl aus der Heimath mag hinweg getrieben haben? Ich habe ſchon einige Male von den Hoffnungen, die mich im Hinblick auf unſere neue Heimath erfüllen, geſprochen, ohne daß er irgend etwas darauf erwidert hätte. Es drängen ſich mir mancherlei Fragen auf. Gefällt ihm unſre Geſellſchaft nicht? Haben ſich ſeine Anſichten geändert? Nun, ich werde ja wohl da⸗ hinter kommen.

Ich fühle mich von Tag zu Tag kräftiger. Kurz vor meiner Krankheit war meine Stimmung eine ſehr gedrückte

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