das Geſicht mit Theer einſchmiert und ihn darauf mit einem verroſteten Stück Eiſen, das er auf der Ankerkette ſtreicht, barbiert. Endlich wird er rücklings in den Zuber geworfen und abgeſpült.
Mit uns ward, wie ſchon bemerkt, gnädiger verfahren. Statt des Theeres wandte man Ruß an, ſeatt des verroſteten Eiſens ein hölzernes Barbiermeſſer. Auch wurde Niemand von uns in den Zuber geworfen, ſondern die Diener Neptun's begnügten ſich, uns ein wenig mit Seewaſſer zu begießen. Deſſen ungeachtet widerſetzten ſich mehrere von uns dem harmloſen Scherz und droheten, ſich allenfalls mit Meſſern zur Wehr zu ſetzen, wenn man es wagen wollte, ſie anzus rühren. Glücklicher Weiſe waren die Meeres⸗Majeſtäten harmloſer Natur, und ſo endete das Feſt in Frieden.
Ich hatte gefürchtet, von der Hitze unter der Linie mehr leiden zu müſſen, als es der Fall war. Die Nacht im Schiffsraum zuzubringen, war mir freilich nicht möglich. Ich ſuchte mir auf dem Verdeck ein Plätzchen und behauptete daſſelbe ſelbſt im Regen.
Ein Hai! ein Hai! ertönte es heut plötzlich auf dem Verdeck. Alles ſtrömte herbei, um das See⸗Ungethüm z3u ſehen. Ich ſchaute hin und her, bemerkte aber nichts. Dort, dort! ſagte ein Matroſe, indem er uns auf die über dem Waſſer ſtehende Rückenfloſſe des Haifiſches aufmerkſam machte. Der Koch hatte ſich indeß mit einem Stück Speck und einem Angelhaken, an dem er erſteres vor unſern Augen befeſtigte, eingefunden. Der Angelhaken zeichnete ſich durch


