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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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beſchäftigt, die nöthigen Räumlichkeiten abzuſchlagen; überall

lagen Kiſten, größere und kleinere Packete bunt durcheinan⸗ der; ſuchend und fragend, auch wohl polternd und ſchimpfend liefen die Paſſagiere herum, um ihre Habſeligkeiten in Sicher⸗ heit zu bringen, oder ſich einigermaßen einzurichten. Du lieber Himmel, wenn das nur kein böſes Vorzeichen iſt! Doch nein. Sind wir nur erſt auf dem Meere, dann wird die Harmonie gewiß wieder hergeſtellt werden.

2. Abfahrt.

Das Schiff hat den Hafen verlaſſen. Jubel ertönte vom Verdeck. Auch ich ſchwenkte meinen Hut, doch mitzuju⸗ beln vermochte ich beim beſten Willen nicht. Es iſt doch ein gar eigenes Ding: das Vaterland verlaſſen! Ich lehnte mich über Bord. Mein Herz war mir ſchwer, heiß ward es mir in den Augen. Wenn mir die Cameraden die Bewegung angeſehen hätten, ſo wäre ich verſpottet und ver⸗ höhnt worden. Sie tobten und lärmten indeß, was mir heut nicht gefiel.

Seit vierzehn Tagen ſchwimmen wir nun auf dem Waſſer. Die Seekrankheit hat uns viel zu ſchaffen gemacht. Kaum hatten wir die Nordſee erreicht, ſo ging die Noth an.

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