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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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9 und 150 Thlr. die Cajüte. Immerhin! Würde ich doch den letzten Thaler hingeben, um aus dieſem verpeſteten. deutſchen Lande zu kommen!

Hurrah, das Schiff iſt da! Ich war heut zum erſten Male an Bord deſſelben. Wie bebte mir das Herz vor Wonne! Ich habe mir das Schiff genau beſchaut und will gleich einige Notizen über daſſelbe in mein Tagebuch eintra⸗ gen. Die zur Aufnahme der Paſſagiere beſtimmten Räume ſind die Cajüte und das Zwiſchendeck. Erſtere, am Hin⸗ tertheile des Schiffes gelegen, hat mit dem Zwiſchendeck, von dem ſie nur durch eine Bretterwand getrennt iſt, eine gleiche Höhe. Das Zwiſchendeck nimmt den größeſten mitt⸗ leren Raum des Schiffes ein, am Vordertheil befindet ſich das Logis der Matroſen. Das Zwiſchendeck unſeres Schiffes hat eine Länge von etwa 80 Fuß. Zu ihm führen, außer der Hauptluke in der Mitte, durch welche die Ladung in die untern Räume eingenommen und welche ſpäter ganz ver⸗ ſchloſſen wird, zwei kleine Luken, am Vorder⸗ und Hinter⸗ theil gelegen, ſo daß man auf einer Stiege ungefähr zehn Fuß hinabſteigt. Auf den Seitenwänden ſind rechts und links die Cojen befeſtigt, d. h. feſtſtehende, 6 Fuß lange und 6 7 Fuß breite Bettſtellen, zu zweien über einander, von den nebenanliegenden durch Bretterwände getrennt, nach der innern Seite des Schiffes offen und nur mit einem leichten Vorhange verſehen. Dieſelben ſind für 45 Perſonen eingerichtet. Der zwiſchen beiden Cojenreihen befindliche Raum dient zur Aufnahme des Reiſgepäcks und war auf