Druckschrift 
Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

Verwandten nach ihm, doch war Keinem Kunde über ihn geworden. Da erhielt ich eines Tages ein kleines Packetchen durch die Poſt. Ich öffnete es, und vor mir lag Rein⸗ hold's Tagebuch.

Dieſes Tagebuch gebe ich nun den Leſern in den folgen⸗ den Blättern. Daß die Veröffentlichung mit Reinhold's Wiſſen und Willen geſchieht, füge ich hier ſchon bei. Nä⸗ heres darüber werd en die Leſer weiterhin erfahren.

1. Das Schiff.

Das war eine Fahrt von B.... nach H.....! In ſieben Stunden machten wir einen Weg von 35 Meilen: Ich ſah mir die deutſche Erde noch einmal genau an. In Blitzes⸗ ſchnelle ſchienen die nahen Bäume und Sträucher vorüber zu huſchen, langſamer ſchwan den die entfernteren dahin, die Aecker, die Wieſen mit den bunten Heerden, die umgrünten Dörfer, am längſten erhielten ſich die den Horizont einſchlie⸗ ßenden, in Nebel eingehüllten dunkelbewaldeten Bergreihen. Endlich war H. erreicht, die ſchöne Stadt mit dem Hafen, in dem ſtets 5 600 Seeſchiffe ankern. Welche Luſt, Arm in Arm mit Freunden in den Straßen der Stadt umher zu wandern, vom Stintfang aus auf das bunte Gewühl im Hafen zu ſchauen, durch den prächtigen Bazar zu gehen, oder am Alſter⸗Baſſin zu ſitzen, von wo aus man rechts und links