Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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meſſen, ſich des Mädchens anzunehmen man muß für ſie ſorgen.

Dieſe Bemühung bitte ich jedenfalls mir zu über⸗ laſſen, mein Herr Gemahl! erwiderte die Fürſtin. Vorerſt aber wollen wir uns überzeugen und das Mädchen ſehen!

Ganz recht, rief Max Emanuel.Arnold ſoll dafür ſorgen, daß die Türkin morgen zur beſtimmten Stunde ſich in den Appartements einfindet!

Morgen? entgegnete Maria Antonia.Nicht doch, ein gutes Werk muß man nicht über Nacht verſchieben; alſo mag ſie gleich kommen!

Der Kammerdiener ſpähte mit verſtohlenem Blicke und verlegen nach der Miene ſeines Gebieters, der ihm, als ob er deſſen nicht gewahr geworden, in herr⸗ ſchendem Tone zurief:Wie lange wirſt Du noch zögern? Thu', wie Dir befohlen iſt! Indeſſen, ſetzte er, wieder gegen ſeine Gemahlin gewendet, hinzu, indeſſen weiß ich doch nicht, ob es gut iſt, die Türkin während des Schauſpiels zu ſprechen; Eure Liebden werden ſich alle Illuſion verderben.

Ich ſehe das nicht ein, war die Antwort der Kurfürſtin.Da ſie eine wirkliche Türkin iſt, wüßte ich nicht, welche Illuſion meinerſeits darunter leiden könnte, wenn ich das Mädchen außer der Bühne ſehe!