Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Kurfürſtin.Von ihr ſowohl als von dem Türken⸗ zelt vor der Stadt, wo ſie hauſt, und von den vielen Verehrern, die ſich ihretwegen dahin bemüht haben ſol⸗ len? Ich meinestheils bin neugierig geworden. Mich dünkt, es verlohnt ſich der Mühe, das Mädchen in der Nähe kennen zu lernen.

O das glaube ich nicht, rief Max Emanuel mit einem Lachen, welchem man die Befangenheit an⸗ hörte,das dürfte doch wohl nicht der Fall ſein. Es iſt ein ganz gewöhnliches Mädchen, eine ungebildete Türkin,, die kaum einige Worte zu ſprechen ver⸗ ſteht.

Die Kurfürſtin ſah ihn mit prüfendem Blicke an. Wie können Eure Liebden das ſo genau wiſſen, ſagte ſie dann,da Sie doch von dem Mädchen noch ſo viel als nichts gehört zu haben ſcheinen? Jedenfalls lauten meine Nachrichten anders als Ihrigen. Alles, was ich von der Türkin gehört, ſcheint mir vielmehr dafür zu ſprechen, daß ſie kein gewöhnliches Mädchen iſt. Ich will ſie ſehen!

Sie ſind immer gütig und liebenswürdig, 1 ſagte der Kurfürſt mit artiger Verbeugung,und wo 4 Sie erſcheinen, müſſen Sie Güte und Liebe verbreiten, aber Sie haben auch vollkommen Recht! Wenn ich mir die Sache genauer überlege, finde ich ganz ange⸗