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wirklich ſo, eine Andere, ein ſchönes, ihr unbekanntes Weib thronte bereits an dem ihr gebührenden Platze. Mehr ſah ſie nicht mehr; halb in wirklicher, halb in verſtellter Ohnmacht brach ſie zuſammen und fiel dem Janitſcharenaga in die Arme, der ſie wie ein Kind in die Höhe hob und nach den Ankleidezimmern trug.
Vor der Thür kam ihm der Chevalier Saint⸗ Maurice entgegengeſtürmt, in leichtem Obergewand, das er in größter Eile übergeworfen, ſodaß unten noch die Beine Endymion's in antiker Nacktheit ſichtbar wurden, während der Kopf ſchon wieder regelrecht mit dem Pariſer Lockengebäude bedeckt war. Ein Gerücht des Vorgefallenen war zu ihm gedrungen und hatte ihn gewaltſam im Umkleiden unterbrochen.„Was iſt's mit dem Fräulein? Was iſt geſchehen?“ rief er dem Aga zu.„Welch ein Unglück hat ſich ereignet?“
„O das Unglück iſt net ſo groß“, entgegnete phlegmatiſch der Student.„Das Fräulein hat nur durchaus aufs Theater eausg'wollt und hat die Prin⸗ zeſſin ſpielen wollen— es ſcheint, is' ein biſſel überſpannt.“
„Was fällt Ihm ein!“ entgegnete Saint⸗Maurice. „Das Fräulein hat wirklich die Rolle der Prinzeſſin zu ſpielen; das Stück kann gar nicht vor ſich gehen ohne ſie!“
———yyaaa


