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gewand der Nacht von ſich ſtreiffe, um es gegen den prachtvollen, von Gold und Juwelen ſtrotzenden Anzug, den ſie ſich für die Rolle der türkiſchen Prinzeſſin er⸗ ſonnen, zu vertauſchen. Ueber wiederholten Verſuchen, jede Kleinigkeit aufs glänzendſte und ſo vortheilhaft als möglich wirken zu machen, flog ein Viertel⸗ ſtündchen gleich ein paar kurzen Minuten dahin, und eben hatte ſie an Turban und Schleier die letzte Falte mit bildender Hand geordnet, als draußen ſchon die Schlachtmuſik zu erbrauſen begann. Außer ſich eilte Angela der Bühne zu; die erſte Scene ſtellte das Lager der Türken dar, die in ſorgloſem Uebermuth ein Feſt zu Ehren der Prinzeſſin feierten, welche ſie dar⸗ zuſtellen hatte; ſie mußte alſo die erſte auf der Bühne ſein. Bebend vor Aufregung und beinahe aufkreiſchend, drängte ſie ſich durch die hinter den Couliſſen dicht geſchaarten Türken und rief und flehte vergebens, ſie durchzulaſſen. Die Türken ſtanden wie die Mauern, und der Janitſcharenaga rief ihr, auf die Bühne deutend, in reinſter Münchener Mundart zu:„Was wollen's denn, Fräulein? Sei'n S' doch ſtill, der Vor⸗ hang is' ja ſchon in der Höh', und die Prinzeſſin ſitzt ja ſchon draußen.“
Angela vergingen beinahe die Sinne; ſie warf noch einen verſchwimmenden Blick auf das Theater: es war


