Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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er ſehnlich zu erlangen wünſchte, angeredet zu werden.

„Aber ſo hör' mich der Herr Obertapezirer nur an!“ fuhr der liſtige Student fort.„Ich will ja nur wiſſen, wann ich um die ſchwarze Henn' ſchicken darf zum Herrn Obertapezirer?“

„Der Herr iſt ein Vocativus“, ſagte Lichtenſteiner erweicht.„Schick Er halt morgen um acht Uhr zu mir! Ich will's meiner Frau ſagen.“

„Und, nicht wahr, Herr Obertapezirer“, fuhr der Student fort, ohne ihn loszulaſſen,„eine alte Henn' allein iſt ein trockenes Eſſen? Ich hab' g'hört, Er ſoll ſo guten alten Wein im Keller haben. Da legt Er wohl eine Flaſche bei, nur wegen der Verdauung? Nicht wahr, Herr Obertapezirer?“

„Meinetwegen ja“, rief der Mann lachend und eilte hinweg, denn von der Bühne ſchmetterten die erſten Töne des kriegeriſchen Marſches, der das Schau⸗ ſpiel von der Schlacht bei Mohacs einleiten ſollte.

Auch in den innern Räumen, hinter der Bühne, wo die vornehmen Mitſpielenden in traulichen Ge⸗ mächern ſich aus Erdenkindern in Götter und Göttinnen verwandelten, war inzwiſchen große Unruhe entſtanden. Angela Simeoni, die ſchöne Marcheſina, hatte kaum die Breter verlaſſen, als ſie mit Haſt das dunkle Sternen⸗