Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Endymion's, des ſtolzen Jägers, ſchön, wie ſie ihm zuerſt im Gebirge begegnet, um ihn nie wieder zu ver⸗ geſſen und ruhelos über ſeine ſcheue Sprödigkeit zu ſeufzen. Der Traum wiederholn die verhängnißvolle Begegnung und ſpann ſie in ann tthiger Weiſe aus. Der Jüngling, in der Verfolgung eines Hirſches be⸗ griffen, wollte erſt achtlos vorbeiſtürmen, da gewahrte er die Schlafende, er zauderte und ſtand; der Speer entglitt allmälig ſeiner Hand; mit ſcheuen Schritten, ſie nicht zu wecken, näherte er ſich der Ruhenden— zärt⸗ licher noch webten ſich Flöten⸗ und Horntöne in einander. Jetzt, jetzt kniete er neben ihr; jetzt neigte ſich ſein Antlitz zu ihr herab; jetzt hauchte er einen Kuß auf ihre ſchöne Stirn.

„Beneidenswerther Endymion!“ murmelte Werſo⸗ wetz.„Wer iſt er?“

„Wie, erkennſt Du unſern Freund Saint⸗Maurice nicht?“ erwiderte Puyſegur mit leiſem Lachen.„Er macht ſeine Sache gut; ſehr begreiflich, die böſe Welt will wiſſen, daß er die Rolle des Endymion auch außer der Scene fortſpielt. Immerhin! Es iſt ein Paar, das ſich wohl zu einander ſchickt.“

„Iſt denn dieſer Saint⸗Maurice überall Hahn im Korbe?“ murrte Haunsberg grollend in ſich hinein. „Hab' ihn noch nie um ſein Glück bei den Weibern