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Puyſegur hinüber,„eine Diana in jeder Linie, eine Göttin in jedem Athemzuge! Wer iſt ſie?“
„Ein Hoffräulein der Kurfürſtin, Gräfin Thereſe von Eiſenreich“, flüſterte der Gefragte zurück und wollte mehr von ihr erzählen, aber der Freiherr hörte ihn nicht, er vermochte kein Auge von der ſchönen Jägerin abzuwenden und wagte kaum zu athmen. Während Diana ſich auf eine Moosbank niederließ, begann der Wald ſich erſt völlig zu verfinſtern, um dann in zau⸗ berhafter Weiſe vom aufgehenden Monde erhellt zu werden, welcher, ohne ſelbſt ſichtbar zu ſein, ſeine ſilber⸗
nen Lichter durch die Baumkronen auf den Raſen und
die ſchöne Schläferin ſtreute.
Unter feierlichem und doch ſüß einſchmeichelndem Flötengetön ſtieg jetzt die Göttin der Nacht aus der Erde empor, umgeben von einer dunkelgekleideten Schaar Genien, mit Sternen im Haar und zierlichen Urnen in der Hand, aus denen ſie, in zierlichen Tänzen umher⸗ ſchreitend, den Thau über Büſche und Auen ausgoſſen, indeß die Göttin ſelbſt den Saft einer Mohnblume auf Dianens Auge träufelte.
Immer zärtlicher, immer verlockender tönte die Muſik, leichte Schleier ſenkten ſich duftig und nebel⸗ haft herab, und hinter ihnen, ſchattenhaft und dennoch klar erkenntlich, erſchien Dianens Traum: das Bild


