Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nichts verrath'n ſoll, drum hab' ich ihm all die guten Biſſeln gelaſſen und hab' ihm noch die beſten Wort' gegeben obendrein Recht haſt Du gethan! rief die Frau.Ich ſag' es ja immer, Du biſt ein grundgeſcheides Leut, auf das man ſich verlaſſen kann, beſſer als auf ſich ſelber! Ich will dem Herrn Stelzenhuber auch noch eine beſondere Verehrung machen. Aber weiß er denn nicht, wo der Bub iſt, wenn er hinter der Kanzlei herumgeht? Wie lang iſt es denn, daß er das Unweſen ſchon ſo treibt? Wo er iſt, das weiß der Herr Stelzenhuber nit er kann ſich's gar nit einbilden, ſagt er, denn ſonſt ſei der junge Herr Millauer nirgends lieber geweſen als in der Kanzlei, der erſte drin und der Letzte naus; aber ſeit neun Tagen iſt er wie ausge⸗ wechſelt und völlig nit mehr zu kennen Seit neun Tagen? Weiß er denn das ſo genau? Ja gerade vor neun Tagen war's, ſagte der Herr Stelzenhuber;er erinnert ſich's ganz genau, es war an einem Erdtag und hat ſo ſtark geregnet unter der Mittagszeit, und gerad' an dem nämlichen Tag iſt der Transport kommen von den gefangenen Türken Der gellende Ton der ſtark angezogenen Haus⸗ glocke unterbrach den Bericht; Frau und Magd fuhren