Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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der Herr Stelzenhuber hat geſagt, der junge Herr kommt nur in der Früh' in die Schreibſtuben, bleibt nur ein Stündel, bis der Herr Kammerer da geweſen iſt, dann ſetzt er ſeinen Hut auf, geht auch fort und kommt den ganzen Vormittag nicht wieder.

Der Schlingel! Der Thunichtgut! Der Ausbund von einem Tagdieb! ſeufzte die Mutter, bei welcher die Erſchöpfung des Schreckens raſch mit der Aufregung wieder anſchwellenden Zornes wechſelte.Von der Kanzlei davongehn und den ganzen geſchlagenen Vor⸗ mittag nicht wiederkommen das iſt himmelſchreiend! Das kann ihm ja ſeinen Platz koſten! Der Unglücks⸗ bub denkt nicht daran, wie hart es gehalten hat, bis man ihn hineingebracht hat in die kurfürſtliche Kammerkanzlei!

Das ſagt der Herr Stelzenhuber auch, erwiderte die Magd.Zum Glück macht's der Kammerer auch nicht anders; er iſt bei der Commiſſion, ſagt der Herr Stelzenhuber, die das ganze Reſidenzgeſchloß von oben bis unten beſchreiben muß ſeit acht Tagen thunſ' gerade den Weinkeller revidiren und da geht es ihm zwiefach nothwendig ein. Das iſt aber ein Glück für den jungen Herrn, denn wenn der Kammerer

was erfahren thät', da wär's aus, ſagt der Herr

Stelzenhuber, und damit er zu uns halt'n und ihm Schmid, Die Türken in München. I. 2