Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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jugendliche, aber volle und nicht unangenehme Geſtalt

mit derbrothen Wangen und Lippen, pechſchwarzem 4 Haar, das ſich ſtörriſch unter dem farbigen Kopftuch hervordrängte, und dunklen Augen, aus welchem leb⸗ hafte Entſchiedenheit leuchtete, wenn ſie auch eben halb von Thränen verhüllt, halb von der Schürze verdeckt waren, deren Zipfel die Eingetretene heraufgezogen hatte, um die Spuren ihrer Betrübniß aufzutrocknen.

Da bin ich, ſagte ſie weinerlich.Was ſchafft die Frau?

Was werd' ich ſchaffen! eiferte dieſe.Wie Du nur ſo dumm fragen kannſt, Staſi! Bei Dir muß ſich im Kopf etwas verſchoben haben, und alle Tag wirſt Du ungeſchickter! Kannſt Dir wohl ſelber einbilden, was ich will! Siehſt, daß der Bub, der Benno noch nicht daheim iſt, daß es jeden Augenblick zwölfe ſchla⸗ gen und der Herr anläuten kann, und daß es dann ein Donnerwetter gibt, vor dem wir uns alle zwei ins Ofenloch verkriechen dürfen. Aber was iſt Dir denn? fuhr ſie in etwas verändertem Tone fort, als ſie näher kam und das Mädchen genauer betrachtete. Du haſt ja einen brennrothen Kopf und ganz ver⸗ weinte Augen? Was hal'ſt denn den Schurz ſo vor? Es wird doch kein Unglück geſchehen ſein? Auf die Letzt iſt dem Benno was paſſirt, weil er nicht heim⸗