Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Die Alte kam wirklich. Aus ihren Vespererzählun⸗ gen, aus dem noch erhaltenen Berichte des Mannes, dem die Türkenaufſicht übertragen war, ſowie aus manch anderem Zuge, den mir zu ſammeln geglückt, hat ſich mir ein ſo bewegtes und heiteres Bild geſtaltet von alter Zeit und ihrer Sitte, daß ich meine, es nicht verborgen halten zu ſollen. Und ſo ſei die Ge⸗ ſchichte erzählt von Freud und Leid damaliger Menſchen, von den Erlebniſſen deſſen, der den braunen Bürger⸗ rock getragen, und von dem Türkenzettel in ſeiner Taſche. 1. Die Uhr an den Doppelthürmen des Theatiner⸗ kloſters zu St.⸗Cajetan hob mit hellem Tone dreimal aus und ſchlug dann in dumpfen langſamern Klängen die vergangene elfte Stunde nach. In einem ſtatt⸗ lichen Hauſe der damals ſo geheißenen hintern Schwabingergaſſe hielt eine ältliche, aber wohl erhaltene Frau, die auf dem Fenſtertiſch einen Stoß ſchöner Leibwäſche muſterte, in dieſer Beſchäftigung plötzlich aufhorchend inne, als zweifelte ſie, ob ſie auch recht vernommen.Schon dreiviertel auf zwölf Uhr? ſagte ſie vor ſich hin.Das kann doch nicht ſein da muß ich mich verhört haben! Der Bub', der Benno iſt ja noch nicht daheim! Und doch da geht auch ſchon das helle eilfertige Glockengebimmel los von den Franzis⸗

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