Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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goldenen Kleinods und des Cavaliers gedachte, der es ihr geraubt.

Hand in Hand, lautlos ſchlüpften ſie durch die Gebüſche, behutſam jedes Geräuſch vermeidend und jedem Wege ausweichend, der ſie auf eine Lichtung oder gegen die Geſellſchaft und das Schloß hin führen könnte. Hier ſcheint der Garten zu Ende zu ſein, flüſterte Benno nach einer Weile.Hier glaube ich die Mauer zu gewahren; es wird und muß gelingen, ſie zu über⸗ ſteigen. Ich hebe Dich hinauf, Geliebte, und folge Dir nach; ſind wir erſt drüben, dann ſind wir gerettet, ſind frei, dann ſoll kein Hinderniß mehr ſich in unſern Weg ſtellen, keine Gewalt der Erde ſoll uns fürder trennen.

Gebückt ſchlüpften ſie unter der mächtigen Taxus⸗ hecke hindurch und richteten ſich auf, aber was ſie im Dunkeln für eine Mauer gehalten, war das in der Nacht grau ſcheinende Waſſer des Kanals ſie ſtanden auf freier Terraſſe, gerade über dem Garten, unmittel⸗ bar dem Schloſſe gegenüber. Im nämlichen Augen⸗ blick ſtiegen von allen Seiten blitzende Raketen in die blaue Sternennacht empor, bengaliſche Feuer loderten von allen Seiten auf und von ihrem rothen Scheine magiſch umfloſſen und wie verklärt ſtand das Paar, das ſich, unfähig, zu fliehen, und zum Tode erſchrocken,