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und röthlich wie aus einem verweinten Augenpaar. Behutſam ſchritt er näher und überzeugte ſich bald, daß der Aufſeher des Gebäudes nicht zugegen war; der Mann hatte dem Zuge der Neugier nicht zu wider⸗ ſtehen vermocht und ſtand etwa hundert Schritte davon
am Geſtade des Waſſers gegen Schleißheim hinge⸗
wendet, ſodaß er nicht gewahren konnte, was hinter ſeinem Rücken vorging. Behutſam, lautlos am Boden dahingleitend, kam Benno unter dem Fenſter an, in welchem der Lichtſchein zu gewahren war. Hier mußte Zuleima ſich befinden. Er horchte mit angeſtrengter Aufmerkſamkeit und erzitterte bis in den Grund ſeiner Seele— er täuſchte ſich nicht, aus dem Gemach klangen befremdliche Töne, er glaubte wirklich einen Laut wie leiſes Weinen und verhaltenes Schluchzen zu hören. Mit gehemmtem Athem pochte er leiſe an den Laden. Im Augenblick verſtummte drinnen das Geräuſch. Wie ſollte er ſich zu erkennen geben? Welches Zeichen ſollte er wählen, ſeine Gegenwart kund zu thun? Da klangen in ſeinem Herzen die drei Worte wieder, die ſeit der erſten Begegnung mit Zuleima ihm eine Art Wahr⸗ zeichen geworden waren. War es wirklich Zuleima, die ſich in dem Gemache befand, ſo mußte ſie dieſelben verſtehen und mußte wiſſen, daß nur er es ſein konnte, der ihr dieſelben zurief. Er pochte wieder und mit


