Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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die Hände gefallen, einem jener Wüſtlinge, die ihr ſchon früher nachgeſtellt! Ich erwarte von Ihnen, mein Herr und Gemahl“, rief ſie Max Emanuel zu, der im Be⸗ wußtſein ſeiner Unſchuld ſehr gelaſſen zuhörte,„daß ſogleich die ſtrengſte Nachforſchung nach dem Mädchen angeſtellt werde! Laſſen Sie Unterſuchung gegen die Schuldigen einleiten, und wehe ihnen, wenn ſie entdeckt ſind, ſie ſollen der verdienten, der ſtrengſten Strafe nicht entgehen! Senden Sie noch in dieſem Augenblick Eilboten in die Stadt! Man ſoll Alles durchſuchen und alle Straßen verfolgen, welche ſie gegangen ſein kann! Ich erwarte das von Eurer Liebden und fordere es als einen Beweis Ihrer Liebe und“— ſetzte ſie leiſe mit flammenden Augen hinzu—„Ihrer eigenen Un⸗ ſchuld.“

Max Emanuel zögerte nicht, dem Wunſche zu ent⸗ ſprechen, theils um ſich ſelbſt zu rechtfertigen, theils auch um die Unterbrechung ſeines Feſtes ſo raſch als mög⸗ lich zu beſeitigen. Prielmaier wurde mit Millauer in die Schenke geſchickt, um die nähern Umſtände zu er⸗ heben und dann ſofort durch reitende Boten nach allen Himmelsgegenden die nöthigen Befehle tragen zu laſſen. Der Kurfürſt bat Maria Antonia, durch den bedauer⸗

lichen Vorfall, der ſich gewiß befriedigend löſen werde,

das Feſt nicht trüben zu laſſen, allein es ſchien in den