Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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die luſtigen Schneider, alle ſelbſtverſtändlich in ſinniger, launiger Weiſe mit den Zeichen ihrer Gewerke ge⸗ ſchmückt. Den Schluß bildeten die eigentlichen Hoch⸗ zeitsgäſte, ſämmtlich dem Bauernſtande angehörend, aber aus den verſchiedenſten Ländern der Erde herbei⸗ gekommen, um dem jungen Paare und dem gaſtlichen Hauſe die Ehre zu erweiſen. Hier war vollauf Ge⸗ legenheit gegeben, ſowohl Phantaſie und Geſchmack zu entwickeln, als Pracht und Reichthum zu zeigen, und die edlen Geſchlechter des Landes, die Grafen Tatten⸗ bach, die Fugger, Leyden, Spaur und Salern, wie die Freiherren von Leublfing, die Muggenthal, Weichs, Fraunhofen und Perfall wetteiferten, in den ſchönſten, koſtbarſten und ſeltenſten Bauerntrachten zu erſcheinen, unter welchen der Spitzhut und die Jacke der einhei⸗ miſchen Bergbewohner am Schlierſee ebenſo wohl ver⸗ treten war als der grüne Rock der einſamen Jachenau oder der hochrothe aus der Kornkammer von Strau⸗ bing. Da kamen der normanniſche und provenzaliſche Bauer wie der aus der römiſchen Campagna, der Winzer vom Rhein und der Hirte aus den ſchottiſchen Bergen und vom iriſchen Haideland, der behäbige Schweizer, der mannhafte Tiroler und der zierliche Bergamaske; ſogar ein paar braune, halbnackte Aegypter, welche in dem Nilſchlamme ihre raſchen Saaten ſtreuten,

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