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an, ſehr alt zu werden. Laß Er die Kleider nur in einem der nächſten Gemächer bereit halten!“ Die Fürſtin hatte zum Glücke nicht Zeit, ſich dem widrigen Ein⸗ druck hinzugeben, denn aus der Ferne ſchmetterten bereits die Trompeten des Hochzeitsreigens, die dumpfen Töne der Baßgeigen miſchten ſich darein und die hellern von Pfeifen und Schalmeien verkündeten luſtig das Herannahen des Brautzugs. Voran marſchirten die Muſikanten im Bauerngewand, den Trompeter an der Spitze; es war Pundion, der in der beſten Laune ſeine Trompete ſo herzhaft blies, als ginge es nicht zum Hochzeitsſchmauſe, ſondern mitten hinein in die Türken⸗ ſchlacht. Dann kam der Hochzeitlader mit dem bebän⸗ derten Stocke, dem mächtigen Blumenſtrauß im Knopf⸗ loch und auf dem Hut, dann das Brautpaar, ein Ca⸗ valier und eine junge Dame, welche durch das Loos beſtimmt waren, für den Abend die Rolle von Hoch⸗ zeiter und Hochzeiterin zu ſpielen; nach alter Landes⸗ ſitte vom Brautvater und der Ehrenmutter, von den Kränzeljungfern und Mantelträgern umringt, welche, wie jene der Braut, dem Bräutigam das Ehrengeleite gaben. Dann ſchloſſen ſich paarweiſe alle Einwohner, alle Beſchäftigungen und Gewerbe an, die in einem Dorfe und unter Bauern vorzukommen pflegen; Schuſter und Weber, Schmied und Bader fehlten ſo wenig als


