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anzuſchneiden und ihm die erſten Biſſen zu überreichen. Die heitere Gabe war wohl noch niemals von einer anmuthigern Wirthin geſpendet worden, als von Maria Antonia der Kurfürſtin, welche in dem ländlichen An⸗ zuge— ſchwarzem Mieder, weißer Schürze und goldverbrämter Pelzhaube— um ſo bezaubernder aus⸗ ſah, als eine freudige Stimmung ihr ſonſt farbloſes Antlitz mit einem leichten Roſentone überhaucht hatte. Geiſtreiche Heiterkeit ſtrahlte aus ihrem Blick, ſodaß ſelbſt Kanzler Prielmaier ſie mit Wohlgefallen betrach⸗ tete, obwohl er, weil durchaus Niemand ohne Ver⸗ kleidung erſcheinen durfte, in dem Gewand eines Dorf⸗ ſchulmeiſters, das er gewählt hatte, noch ernſthafter und griesgrämiger ausſah als ſonſt.
Ein einziges Mal flog ein kleines Wölkchen über die anmuthige Stirn, als der Kammerdiener Arnold in Jägertracht erſchien, um von Seiner Durchlaucht Befehl einzuholen, wann derſelbe nach dem Empfang den Wirthsanzug abzulegen und mit einer andern Ver⸗ kleidung zu vertauſchen geruhen wolle. Es wollte der Kurfürſtin bedünken, als ob der Kammerdiener beſon⸗ dern Nachdruck darauf lege, daß die Umkleidung in dem kleinen Schlößchen Luſtheim zurecht gemacht ſei; ſie fand das zu weit entlegen und zu unbequem.„Das iſt eine ungeſchickte Anordnung“, ſagte ſie.„Er fängt
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