müthig.„Der Herr Bub treibt's ſchon ein biſſel ſtark;
es ſind bald drei Wochen, daß ich ihn mit keinem Aug' mehr zu ſehen bekommen hab'! Hab' mir ſchon gedacht, der Herr Vetter hätt' ſich vielleicht anders beſonnen, und wenn's etwa ſo wär', ſo braucht der Herr Vetter damit nicht hinterm Berg zu halten. Ich ſtel' auf den Benno nicht an, und meine Tochter, die Wab'n, die braucht nur die Hand auszuſtrecken, ſo hat ſie an jedem Finger einen Hochzeiter hängen.“
„Das iſt's eben“, ſagte Millauer,„was der Herr Vetter dem Buben verzeihen muß; ich kann nichts da⸗ für. Bin ſelber erſt vor ein paar Tagen dahinter ge⸗ kommen, daß er immer wo andershin gegangen iſt, wenn ich geglaubt hab', er könnt' gar nirgends anders ſein als bei Euch und ſeiner werthgeſchätzten Jungfer Braut. Der Teufelsbub iſt mir in allerlei vornehme Geſellſchaft hineingekommen, die hat mir ihn ſauber verführt; aber jetzt hab' ich ihm den Kopf wieder zu⸗ recht gerückt; jetzt wird er kommen, wird den Herrn Schwiegervater und die Jungfer Hochzeiterin um Ver⸗ zeihung bitten, und wenn der Herr Vetter einverſtan⸗ den iſt, wird's, denk ich, das Beſte ſein, man macht die Sache gleich niet⸗ und nagelfeſt und bandelt die jungen Leut' gleich ordentlich zuſammen.“
Der Brauer antwortete nicht gleich, ſondern ſchob


