24
in den Weg gekommen ſind! Wenn mir der abends nach dem Gebetläuten allein begegnen thäte, da weiß ich nicht, ob ich das Kreuz ſchlagen oder Reu' und Leid machen ſollt'. Und wer muß denn der Andere ſein, der ſo heimlich mit ihm red't? Warum gibt er einem ſo verdächtigen Kerl ſo viel Geld? Da ſteckt was dahinter, und das muß ich wiſſen!“
Er machte einige Schritte vorwärts; aber die beiden hatten ihn bemerkt, denn ſie gingen ebenfalls und eilten haſtig vor ihm her. Millauer beſchleunigte ſeine Schritte; er wollte durchaus dem Manne im Mantel ins Geſicht ſehen, wollte erkunden, wohin beide gingen oder, wenn möglich, doch etwas von ihrem offenbar gefährlichen Geſpräche erlauſchen.
„Der Mann hinter uns ſcheint uns zu beobach⸗ ten“, ſagte der im Mantel.„Es wird das Beſte ſein, wenn wir uns trennen. Es bleibt alſo bei der Ver⸗ abredung? Ich kann mich auf Dich verlaſſen?“
„Wie auf Euch ſelbſt“, erwiderte der Türke.„Bei den Schluchten von Khoraſſan, Odun⸗Kanipi vergißt niemals den, der ihm Gutes gethan. Der Vater der Gläubigen, Khiaja⸗Paſcha, hat mir ſeinen Befehl ge⸗ meldet durch Deinen Mund, Du haſt mich überzeugt, daß Du von ihm kommſt“, fuhr er grinſend fort, in⸗ dem er den Beutel in ſeinem Gürtel erklingen machte.


