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„Ihr ſeid beide großmüthig wie die Ströme vom Aufgang, deren Flut nicht verſiegt. Befiehl über Deinen Sklaven!“
„Du wirſt darauf bedacht ſein, Genoſſen zu wer⸗ ben“, entgegnete der Andere,„Leute, welche thun, was man verlangt, ohne lange zu fragen, warum, die nicht wiſſen wollen, weſſen Hand ſie leitet. Der Preis iſt die Freiheit!“
„Sie ſollen ſein ſtumm und willenlos, der Dolch in Deiner Fauſt, Herr! Die Söhne von Khoraſſan hungern nach dem Tage der Rache, wie der Schakal, der um Beute heult.“
„Gut“, ſagte der Mann im Mantel,„wirb denn Deine Leute und halte Dich zu jeder Stunde bereit. Wenn mein Ruf zu Dir kommt, thue pünktlich, was ich Dir ſagen werde— aber Vorſicht thut noth, wir dürfen uns nicht mehr ſehen oder ſſprechen; was ich Dir mitzutheilen habe, werde ich ſchreiben. Aber wie ſtelle ich es Dir zu?“
„O, die Söhne der Hündin ſollen uns nicht über⸗ liſten!“ rief Odun Kanipi.„In dem Thore der Hütte, wo die verfluchten Giaurs uns bewahren, iſt ein Stein
locker. Niemand weiß darum. Dort könnt Ihr jeden
Tag verbergen, was ich wiſſen ſoll. Wird es noch lange dauern?“


