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können, daß es aber Wichtiges ſein mußte, war aus den Geberden des Türken zu erkennen. Es war ein ungemein großer, hagerer Mann mit einem ſchwarzgelben Aſiatengeſicht, dunklem Barte, ſtark gebogener Naſe und großen, runden Augen, ſodaß ſein Geſicht ſich anſah wie das einer unheimlich glotzenden Eule. Der Stadt⸗ rath mußte dabei unwillkürlich an das Bild vom En⸗ gelſturz in der Angerkirche denken, denn der Türke ſah dem unter den Füßen Michael's ſich krümmenden Sa⸗ tan ſo ähnlich wie ein Tropfen Waſſer dem andern Dazu fletſchte er mit grinſendem Lachen die Zähne, legte die eine Hand wie betheuernd auf die Bruſt, während er mit der andern an der Schärpe herum⸗ taſtete, wo ſonſt der Dolch zu ſtecken pflegte, den man ihm glückt icherwei iſe abgenommen. Das Grinſen wurde noch häßlicher, als der Mann im Mantel einen an⸗ ſcheinend wohlgefüllten Beutel hervorzog und dem Türken in die Hand drückte; denn wenn es auch Freude ſein ſollte, was aus den Zügen des Türken ſprach, war der Ausdruck doch ſo häßl ich, daß wohl nicht zu verkennen war, daß auch dieſe Freude die Bosheit zum Hintergrunde hatte.
„Was gibt's denn da ſchon wieder?“ ſagte Mil⸗ lauer, indem er wie an genagelt ſtehen blieb.„Das iſt doch noch der abſcheulichſte von allen Türken, die mir


