Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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lich den weniger begangenen Weg auf dieſer Seite, um nicht nochmals einem ähnlichen Zuſammenſtoße ausge⸗ ſetzt zu ſein; aber als er an der Ecke des Collegiums angelangt war, wartete ſchon wieder neues Aergerniß

auf ihn. Dort war des Pflaſterns wegen die Straße

in ihrer ganzen Breite umgewühlt; die Pflaſterer hiel⸗ ten eben ihre Ruhezeit und hatten Alles liegen und ſtehen gelaſſen, wie es ſtand und lag; ſo blieb ihm nichts übrig, als mit hochgehobenen Beinen zwiſchen umgefallenen Pflaſtererſtühlen, Steinhaufen und Werk⸗ zeugen im tiefen Sande fortzuwaten, einem Storche ähnlich, der durch eine penßfige Niederung einem Froſche nachſteigt.

Nur wenige Schritte hatte er po zurückgelegt, als er plötzlich ſtehen blieb, als wäre er an einem Abgrund angekommen, oder hätte ein Ungeheuer erblickt, das ihm den Weg verſperrte. Wenige Schritte vor ihm, genau in der Richtung, die er einſchlagen mußte, ſtand wieder ein Türke in eifrigem Geſpräche mit einem an⸗ dern zwar nach Landesſitte gekleideten Manne, der aber ſorgſam ſein Geſicht abwandte und trotz der Hitze den Kragen ſeines Mantels bis an den Hals hinauf⸗ gezogen hatte, als ob ihm ganz beſonders daran liege, nicht gekannt zu werden. Noch war Millauer zu weit entfernt, um den Inhalt des Geſprächs verſtehen zu