——xx—
21
. Es war begreiflich, daß das dem Stadtrath nicht * gefiel. Er machte ſich zwar allein auf den Weg, aber aus dem Neuigkeitsei ſchlüpfte allmälig eine Mücke nach der andern und jede ſummte ihm bedenklich vor; der dringende Gang ſei wieder nichts als Fabel und Ausrede, Benno ſuche nur ſich von dem Beſuche los⸗ zuſchrauben, und es ſtecke etwas ganz Anderes dahinter. Vergebens war er langſam gegangen und hatte hier und da in einen Kramladen hinuntergeſehen, die da⸗ mals noch unter der Erde in Kellerräumen angebracht waren; umſonſt hatte er ſich die Zunderbündel, Käs⸗ 3 laibe und die rieſigen Büſchel von Schwefelhölzern be⸗ trachtet, welche den Salzſtößler verkündeten; vergebens hatte er ſogar ganz gegen ſeine Gewohnheit bei einem Bäcker ein Kümmellaibchen gekauft, das ihm durch ſeine ſcharf gebackene Rinde beſonders verlockend erſchien; vergebens endlich hatte er ſich nach allen Seiten ge⸗ dreht und faſt die Augen aus dem Kopfe geguckt, von Benno war nirgends eine Spur zu bemerken, und als es zwölf Uhr ſchlug, blieb ihm nur die einzige Hoff⸗ nung übrig, mit dem Buben doch noch im Hauſe ſelbſt zuſammenzutreffen. Höchſt unwirſch wandelte der alte Herr an der Kirche der Auguſtiner, dann an jener der Jeſuiten und an ihrem Collegium hin; denn er wählte abſicht⸗
—r——


