Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Das Mädchen ſchien die unmuthigen Worte gar nicht zu vernehmen; der eine ſchwäbiſche Fuhrmann hielt es daher für nöthig, etwas nachzuhelfen.J Du

lieb's Herrgottle von Biberach, ſagte er,des mueß

ſi' des Herrle ſcho g'falle lau! J' hab's ſcho verzähle heare: die Jungfer will eaba gar hoch'naus; ſie hat' an' gar vornehme Hochzeiter; da gibt ſie ſi' gar nim⸗ mer ab mit ſo g'moine Leut'!

Halt's Maul, ſchwäbiſcher Heiland! entgegnete die Kellnerin, deren Geduld endlich zu reißen begann. Wenn Du über mich ſpötteln willſt, ſchenk' ich Dir gleich gar nimmer ein.

Das war Oel ins Feuer gegoſſen.Was? Nim⸗ mer einſchenke? rief der Fuhrmann.An' ehrliche G'ſelle auf der Herberg nimmer einſchenke wolle? Gucket, des möcht' ich amal verleabe!

Ja, da möcht' ich ſchon auch eine Abſchrift da⸗ von hab'n! ſagte ein derber Maurer.Wir ſan des⸗ weg'n da, daß wir trinken, und Jungfer is' da, daß ſ' uns einſchenkt; und wenn ſie zehnmal die Tochter vom Haus is' und zehnmal mehr Frauenthaler an ihrem G'ſchnür hänga hat, als i' Kreuzer im Sack hab', ſo is' ſie doch die Kellnerin für uns und mueß einſchenka, wie ma's will. Verſtanden? Alſo g'ſchwind her no a Maßl! Prügelwab'n, ſchenk' ein!