es klang wunderlich, den Rieſen mit dem Schmeichel⸗ namen„Peterl“ gerufen zu hören.
Jetzt war das Faß im Keller; man hörte dort Rollen, Poltern und Klopfen, wie es bei den Arbeiten
und Vorbereitungen zu ſolchem Geſchäft zum Aufſpun⸗
den und Anzapfen nöthig iſt. Dennoch wollte es die Zechgäſte bedünken, als daure es damit ungewöhnlich lange. Bald wurden der Ungeduldigen immer mehr, immer mehr Krüge harrten der Füllung, und immer mehr Deckel begannen ein wachſendes, höchſt unhar⸗ moniſches Klapperconcert. Endlich entſtieg das Mäd⸗ chen wieder dem dunklen Kellerraume, und wer genau beobachtet und verglichen hätte, möchte wohl entdeckt haben, daß ihre Wangen lebhafter geröthet waren als zuvor; die Friſche des Kellers ſchien auf ſie eine ab⸗ kühlende Wirkung nicht hervorgebracht zu haben; ſie entgegnete auf den Zuruf, der ihr von allen Seiten entgegenſcholl, kein Wort, ſondern ſetzte gelaſſen, wie zu⸗ vor, die einzelnen Krüge vor die Trinker nieder; aus dem Keller, bis zur halben Leibeshälfte ſichtbar, ragte Peterl hervor; es war, als hätte er noch etwas abzuwarten.
„Na, hären Se, ſchönes Jungferchen“, begann der ſächſiſche Schreiner,„des muß ich Sie ſchon ſage,
des is keene Art niche, daß mer die Leit' ſo lang,
warte laßt auf ä Töppche Bier.“
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