Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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er

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Mit einem Male jedoch ſchien es, als ob in der bisherigen Regſamkeit ein völliger Stillſtand einge⸗ treten; es war, als wäre ein Uhrwerk, das bisher

gleichmäßig fortgelaufen, mit einem Ruck ins Stocken

gerathen. Die Kellnerin hatte jetzt Anderes zu thun. Ein Brauknecht war gekommen und hatte aus dem Hauptkeller ein großes Faß herbeigerollt, das nun in den Schenkkeller hinunterkommen und an einem Seile über die Stufen hinuntergelaſſen werden mußte. Der Brauknecht war ein ſchöner Burſche mit einem Geſicht wie Milch und Blut, blauen Augen und blonden Haa⸗ ren, aber womöglich von noch rieſigern Verhältniſſen als das Mädchen. Nacken und Rücken waren breit und doch geſchmeidig; die gewölbte Bruſt verrieth, welche Kraft in dieſem Körper wohnte, und wer die Hände betrachtete, welche nach dem Sprichworte ſtatt der Finger lauter Daumen hatten, konnte ſich nicht ver⸗ wundern, als der Burſche einen Finger in das Spund⸗ loch des leeren Faſſes ſteckte, daſſelbe dann in die Höhe lüpfte und die Stiege herauftrug wie eine hohle Nuß. Er ſah dabei ungemein ſtattlich aus; der bis

auf die Bruſt heraufreichende Lederſchurz kleidete ihn

nicht minder gut als die niedere, aufgeſchlagene grüne Mütze, die auf ſeine krauſen Locken geſtülpt war. Wer ihn anſah, mußte Gefallen an ihm finden, aber