den gefüllten wieder heraufzueilen; aber es⸗ ſchien dem Mädchen nicht die mindeſte Anſtrengung zu koſten, und wenn ſie auch ſo eben von der Wanderung zurück⸗ kam, war ſie doch, ſobald ein Krugdeckel zuklappte, bereit, ſie im nächſten Augenblick aufs neue anzutreten. Sie vergaß niemals bei jedem Kruge, den ſie brachte, das fromme„Geſegne's Gott!“ hinzuzuſetzen, weigerte ſich auch nicht, wenn es ihr„gebracht“ wurde, den Krug an den Mund zu ſetzen und Beſcheid thuend anzutrinken; ſonſt aber war ſie kurz angebunden und in Worten karg. Die Gäſte ſchienen das auch wohl zu wiſſen und ſich nicht daran zu kehren, denn ſie machten keine Ver⸗ ſuche, mit ihr ins Geſpräch zu kommen. Nur der Tiſchler aus Sachſenland, dem die volle, ſtarke Dirne in die Augen ſtach, verſuchte einigemal, ſeine heimiſche Artigkeit leuchten zu laſſen und ſie in eine Unterhal⸗ tung zu verwickeln. Sie aber wies ihn kurz und derb damit ab, daß ſie zum Reden keine Zeit habe, und als
er den Verſuch wiederholte und zugleich ſo weit aus⸗
dehnte, daß er anfing, ſie auf den vollen, bloßen Arm zu tätſcheln, ſchlug ſie ihn auf die Hand, daß er es nach einer Viertelſtunde noch ſpürte, und ſagte ihm rund⸗ weg, er ſolle ſie in Ruhe laſſen, ſein Geſchwätz ſei ihr zu dumm.
zu öffnen, zwanzig Stufen hinunterzulaufen und mit
er


