fang ſtehen zu bleiben, ſondern das Heft in der Hand zu behalten und das Herzogthum ganz abzuſchaffen.“
„Du hörſt, mein Sohn“, rief die Fürſtin triumphi⸗ rend.„Was ſagſt Du nun?“
„Was ich ſage?“ rief Felix, indem er ſich hoch auf⸗ richtete.„Daß dieſer Herr, der ſich einen Richter, einen Rechtskundigen nennt, der Unterſuchungen geführt und gewagt hat, Recht zu ſprechen über Andere, ein Lügner iſt! Er hat gelogen, ja himmelſchreiend gelogen! Er⸗ fahren Sie denn: ich ſelbſt war an jenem Abend be⸗ reits unerkannt in der Stadt! Verkleidet ſtand ich zur nämlichen Zeit an dem bezeichneten Orte unter der Menge, unmittelbar hinter Führer, und habe jedes Wort gehört, das aus ſeinem Munde kam. Aus meinen Au⸗ gen, Elender!“ fuhr er gegen Weber gewendet fort. „Sie haben es gewagt, Ihre Blicke bis zu einer der höchſten Richterſtellen des Landes zu erheben— beinahe war ich verblendet genug, ſie Ihnen zu verleihen. Gehen Sie jetzt oder mein Zorn wird Ihnen die Stelle anweiſen, die Ihnen gebührt. All meine Ungewißheit iſt gehoben“, rief er den Uebrigen in ernſtem Tone zu, „meine letzten Zweifel ſind geſchwunden, aber mit ihnen auch der letzte Reſt von Glauben an Alles, was ich aus Ihrem Munde gehört habe; fortan weiſe ich alle Ihre Rathſchläge zurück! Wer mir einmal einen Tropfen


